Was treibt einen Isländer dazu, ein Penis-Museum zu eröffnen? Der hat wohl zu heiß im Geysir gebadet. 262 beste Stücke aus dem Tierreich befinden sich in der etwas anderen Biologie-Sammlung von Penis-Fetischist Sigurdur Hjartarson. Der will zu seiner ungewöhnlichen Passion übrigens ganz zufällig gekommen sein, als er eine Ochsenpeitsche, die aus einem Bullenpenis geformt ist, geschenkt bekam.

Seither schwillt die Sammlung laufend an. Besonders stolz ist Hjartson auf seinen Walpenis, der mit einem Gewicht von 75 Kilogramm unbestritten zu den Höhepunkten der Ausstellung zählt. Neben dem mindestens oberschenkeldicken Ungetüm gibt es auch winzig kleine Exponate zu bestaunen: Der Hamster-Schniepel ist nur unter der Lupe zu erkennen - Größe ist eben irgendwie auch relativ.

Was zum vollkommenen Phallus-Glück fehlt, ist ein menschliches Gemächt in der Ausstellung, doch die Spender stehen bereits Schlange. Nur müssen sie eben noch ableben, bevor sie wirklich museumsreif sind. Wie zu hören ist, soll auch Hjartsons Männlichkeit dereinst im Einmachglas der Vergänglichkeit trotzen.