Wer erfolgreich verkaufen will, braucht vor allem eines: ein zeitgemäßes Image. Marketing-Studenten lernen das gleich in den ersten Vorlesungen, schließlich lässt sich das beste Produkt kaum verkaufen, wenn keiner den Hersteller mag. Das hat man natürlich auch bei McDonalds begriffen. Deshalb präsentiert sich die Fast-Food-Kette im kommenden Jahr in einer neuen Farbe: Das gelbe M wird bei allen neu eröffneten Restaurants auf einem grünen Untergrund erscheinen. Die Entscheidung für das neue Grün, begründet man mit einem "neuen Bekenntnis und Respekt vor der Umwelt".



Grün, das ist bekanntlich auch die Farbe der Hoffnung. Was sich McDonalds von dem Farbwechsel wünscht, dürfte klar sein: noch mehr Pommes und Burger verkaufen. Ob die Rechnung tatsächlich aufgehen wird, werden wir wohl erst im nächsten Jahr erfahren, wenn die geplanten 40 neuen Restaurants eröffnet worden sind. Der Spott der Umwelt-Aktivisten und Globalisierungsgegner ist jedenfalls jetzt schon vorprogrammiert, denn für viele verkörpert Mc Donalds trotz aller Anstrengungen weiterhin die hässliche Fratze des Kapitalismus. Dieser Kritik begegnet man in der Firmenzentrale inzwischen ganz gelassen. Schließlich haben alle "Anti-McDonalds-Kampagnen" der weltgrößten Burgerkette bisher kaum geschadet. Im Gegenteil, selbst in der Krise hat McDonalds satte 5 Prozent mehr Umsatz gemacht. Trotzdem werden Vegetarier beim Betreten der Restaurants wohl auch in Zukunft ganz grün im Gesicht werden. Aber das hat andere Gründe ...